Sperrholz

Sperrholz

Sperrholz wird aus dünnen Schälfurnieren durch Verleimung hergestellt. Die Stärke eines einzelnen Schälfurniers beträgt 0,2–3,2 mm. Die Furniere werden so ausgelegt, dass ihre Fasern im rechten Winkel zueinander liegen. Birkensperrholz besteht üblicherweise aus einer ungeraden Zahl von Furnieren (mindestens drei), wodurch die Faserrichtungen der Oberflächenfurniere übereinstimmen. Bei Nadelsperrholz kann die Zahl der Furniere auch gerade sein. Für die Verleimung wird üblicherweise wetterbeständiger Phenolharzleim verwendet, der klar dunkler als die Schälfurniere ist.

Die Grundeigenschaften des Sperrholzes sind mit denen von Holz vergleichbar. Darüber hinaus hat es wegen seiner Herstellungsweise folgende Vorteile:
  • Festigkeit, versteift Strukturen gut
  • dicht und schlagfest
  • vielseitig nutzbar

Ein Teil der Sperrholzerzeugnisse bekommt als Oberflächenmaterial die Emissionsklassifizierung M1. Die Materialklassifizierung enthält die Emissionsgrenzen und Klassifikationen für Baumaterialien, die für den Innenraum vorgesehen sind. Zur Klasse M1 gehören emissionsgetestete Materialen, deren Schadstoffemission unter den strengsten Grenzen liegt.

HERSTELLUNG UND GRUNDEIGENSCHAFTEN VON SPERRHOLZ

Sperrholz wird aus dünnen Schälfurnieren durch Verleimung hergestellt. Die Stärke eines einzelnen Schälfurniers beträgt 1,4–3,2 mm. Die Furniere werden so ausgelegt, dass ihre Fasern im rechten Winkel zueinander liegen. Birkensperrholz besteht üblicherweise aus einer ungeraden Zahl von Furnieren (mindestens drei), wodurch die Faserrichtungen der Oberflächenfurniere übereinstimmen. Bei Nadelsperrholz kann die Zahl der Furniere auch gerade sein.

Für die Verleimung wird üblicherweise wetterbeständiger Phenolharzleim verwendet, der klar dunkler als die Schälfurniere ist.

Die Grundeigenschaften des Sperrholzes sind mit denen von Holz vergleichbar. Darüber hinaus hat es wegen seiner Herstellungsweise folgende Vorteile:

  • Festigkeit, versteift Strukturen gut
  • dicht und schlagfest
  • vielseitig nutzbar

Ein Teil der Sperrholzerzeugnisse bekommt als Oberflächenmaterial die Emissionsklassifizierung M1. Die Materialklassifizierung enthält die Emissionsgrenzen und Klassifikationen für Baumaterialien, die für den Innenraum vorgesehen sind. Zur Klasse M1 gehören emissionsgetestete Materialen, deren Schadstoffemissionen unter den strengsten Grenzen liegen.

STANDARDSPERRHOLZ

Standardsperrholz kann in zwei Hauptgruppen eingeteilt werden: Birkensperrholz (Dichte ca. 680 kg/m3), Mischsperrholz (Dichte ca. 620 kg/m3) und Nadelsperrholz (Dichte ca. 460–520 kg/m3). Birkensperrholz wird bei solchen Objekten verwendet, die sehr hohe Festigkeit und Qualität erfordern. Solche Objekte sind z.B. Spezialböden und anspruchsvolle Innenverkleidungen. Mischsperrholz ist vielseitig nutzbar. Es wird z.B. als Unterlage für verarbeitetes Sperrholz und Spezialsperrholz sowie Betonformen verwendet. Weil die Oberfläche des Mischsperrholzes immer aus Birke besteht, hat es dieselben Qualitätsklassen wie Birkensperrholz. Mischsperrholztypen:

  • Combi - an der Oberfläche sind auf beiden Seiten erst zwei Birkenfurniere, die inneren Furniere sind alternierend Birken- und Nadelholz
  • Combi Mirror - Oberflächenfurniere aus Birke,  innere Furniere alternierend aus Nadel- und Birkenholz
  • Twin - Oberflächenfurniere aus Birke, innere Furniere aus Nadelholz

Nadelsperrholz wird besonders beim Bauen für Dachkonstruktionen und Innenverkleidungen verwendet. Es wird hauptsächlich aus Fichte hergestellt.

Standardstärken von Sperrholzplatten. Die größte hergestellte Stärke beträgt 50 mm.

Sperrholztyp

Nominelle Stärke mm

Birken- und Nadelsperrholz

4

6,5

9

12

15

18

21

24

27

30

Mischsperrholz

-

6,5

9

12

15

18

21

24

27

30

QUALITÄTSKLASSEN VON STANDARDSPERRHOLZ

Die Qualitätsklasse von Sperrholz mit Birkenfurnieroberfläche kann wie folgt je nach Verwendungszweck ausgewählt werden (in Klammern eine andere übliche Qualitätsklassifizierung).

Sperrholz mit Birkenfurnieroberfläche

A (E)

fehlerfreie Spezialqualität (begrenzt erhältlich)

B (I)

Flächen, die lackiert oder gewachst werden sollen

S (II)

Flächen, die gestrichen werden sollen

BB (III)

Normale Qualität, z.B. unter Beschichtungen, die üblichste Qualität in Konstruktionen

WG (IV)

Weniger herausfordernde Objekte, nicht ausgebesserte Qualität

Die Qualitätsklasse von Nadelsperrholz kann wie folgt je nach Verwendungszweck ausgewählt werden

Nadelsperrholz

E

fehlerfreie Qualität, nur mit Oberfläche aus Kiefer erhältlich

I

nahezu fehlerfreie Qualität, nur mit Oberfläche aus Kiefer erhältlich

II

unbeschädigte Oberfläche, für Weiterverarbeitung

III

nicht ausgebesserte Qualität für Bauen

IV

nicht ausgebesserte Qualität für Bauen (Rückenplattenqualität)

WEITERVERARBEITETES UNBESCHICHTETES STANDARDSPERRHOLZ

Beispiele für beim Bauen verwendetes weiterverarbeitetes Standardsperrholz sind:

  • 9 mm Wandplatten
  • 18 mm Unterbodenplatten mit Nut-Feder-Verbindung an allen Seiten
  • 15 mm Platten für Dachunterkonstruktionen mit Nut-Feder-Verbindung an der Längsseite

Wandplatten (Plattengröße 1200 x 2750 mm, nominelle Stärke 9mm) haben keine Nut-Feder-Verbindungen und sind für die untere Schicht einer zweischichtigen Plattenwand vorgesehen, die Festigkeit und Steifigkeit bringt. Bei einer solchen zweischichtigen Wand wird als Innenverkleidung auf dem Sperrholz ein anderes Material verwendet. Die Maße der Platte passen zu den üblichsten Rahmenpfostenabstufungen (400 und 600 mm).

Unterbodenplatten (Plattengröße nach der Installation 2400 x 1200 mm, nominelle Stärke 18 mm) haben an allen Seiten Nut-Feder-Verbindungen und sind als tragende Strukturplatten für hochgelegte Böden  vorgesehen. Ihre Stärke und Maße passen zu Balkenabstufungen von 400 und 600 mm.

Platten für Dachunterkonstruktionen (Plattengröße 1200 x 2750 mm, nominelle Stärke 9mm) sind speziell strukturiert, haben Nut-Feder-Verbindungen an der Längsseite und sind vor allem für tragende Unterkonstruktionen von Dachpappen- oder Blechdächern bei einer Trägerabstufung von 90 mm vorgesehen. Im Vergleich zu traditionellem Rauhspund wird mit Sperrholzplatten erheblich Bauzeit gespart und als Ergebnis bekommt man eine ebene, die Dachkonstruktionen versteifende Unterkonstruktion. Die Platten können auch für tragende Unterkonstruktionen von Böden verwendet werden. Sie sind hauptsächlich gegen Feuchtigkeit während den Bauarbeiten geschützt.

Eine weitere Art des unbeschichteten, weiterverarbeiteten Standardsperrholzes ist die mit Rillen und Überlappung versehene Verkleidungsplatte (Plattengröße 2500 x 1210 oder 610 mm, Stärken 7,5 und 10 mm). Diese Platten sind für Verkleidungen und Täfelungen von Innenwänden und -decken vorgesehen und sie werden wie Innenverkleidungsbretter verwendet. Innenverkleidungsplatten werden aus Nadelsperrholz mit Fichtenfurnieroberfläche hergestellt, und ihre sichtbar bleibende Fläche ist mit W-förmigen Rillen in Längenrichtung, mit einer Abstufung von 75 mm, versehen. Die Längsseiten haben eine sog. Überlappung.

SPEZIALSPERRHOLZ

Spezialsperrholz wird hauptsächlich in Standardmaßen hergestellt, die vom Verwendungszweck abhängen und je nach Anwendung unterschiedlich beschichtet. Durch Beschichtung können die Verschleiß-, Schlag- Wetter- und Chemikalienfestigkeit, sowie die Friktionseigenschaften von Sperrholz verbessert werden. Die Kanten von beschichtetem Sperrholz werden üblicherweise mit einem Kantenlack in Beschichtungsfarbe geschützt. Dieser, in der Fabrik durchgeführte Kantenschutz, ist gegen Feuchtigkeit während der Lagerung vorgesehen und muss immer erneuert werden, wenn Platten in solchen Räume verlegt werden, in denen Feuchtigkeitsschutz erforderlich ist.

BEISPIELE VON BESCHICHTETEM SPERRHOLZ

Filmsperrholz ist einer der Bekanntesten und üblichsten beschichteten Sperrholztypen. Birken-, Misch- und Nadelsperrholz wird üblicherweise beidseitig mit glattem und haltbarem Phenolfilm, dessen Farbe normalerweise Dunkelbraun ist, beschichtet. Diese Art von Sperrholz wird für Betonformen und Transportmittel und als Innenverkleidungsplatten in Landwirtschaftsgebäuden verwendet.

Die Stärke der Platten variieren zwischen 6,5–30 mm. Die Standardbreiten sind 1200, 1220, 1500 ja 1525 mm und die Längen variieren zwischen 1200–3660 mm. Neben dem oben genannten braunen Film sind auch andere Farben erhältlich. Diese werden jedoch nicht für Betonformen empfohlen.

Grundiertes Sperrholz wird für Fassadenplatten, die gestrichen werden sollen, Chassiskonstruktionen von Fahrzeugen, Verkehrszeichen, Werbetafeln usw. verwendet. Als Basis wird Birken-, und Mischsperrholz, die beidseitig mit einem auf Phenol basierenden Grundierungspapier (Hellbraun) beschichtet wird. Die rückseitige Fläche kann alternativ auch mit Phenolfilm beschichtet werden. Die Platten sind auch vorgrundiert erhältlich.

Die Stärke der Platten variieren zwischen 6,5–30 mm. Die Standardbreiten sind 1200, 1250, 1500 ja 1525 mm und die Längen variieren zwischen 2400–3660 mm. Die Platten können mit normalen Außenlacken (Grundierung und 2 x streichen) oder mit Speziallacken (2 x Epoxy-Lack und an der Oberfläche 1 x Polyurethanlack) gestrichen werden. Die Ränder der Platten werden, wie auch die Flächen, durch streichen geschützt. In der Oberfläche von grundiertem Sperrholz bilden sich keine Haarrisse, die sich normalerweise allmählich in  gestrichenen Oberflächen und in Oberflächenfurnieren von Sperrholz bilden.

ANDERES SPEZIALSPERRHOLZ

Andere Beispiele von weiterverarbeitetem Sperrholz:

Gerüstböden; mit Phenolfilm beschichtet, auf den eine Rutschschutzstruktur oder sonstige Gitterstrukturen geprägt sind.

Bodenplatten für Balkons; wetter- und sonnenfest beschichtet.

ANWENDUNG VON SPERRHOLZ ALS TEIL VON RAHMENKONSTRUKIONEN

  • Wandplatte bei zweischichtigen Wänden - versteift die Wandstruktur
  • Dachunterkonstruktion - versteift die Oberbodenstruktur
  • Unterbodenplatte - versteift die Horizontalstruktur

INNENVERKLEIDUNG

Beispiele von Innenverkleidungen

  • Wandverkleidung
  • Täfelung
  • Deckenverkleidung

Für Innenverkleidungen geeignetes Sperrholz:

  • Alle Standardsperrholzklassen (die Qualitätsklasse wird nach der Oberflächenbehandlung gewählt, üblicherweise die Klassen E, I und II)
  • Für Innenverkleidung vorgesehenes weiterverarbeitetes Sperrholz

Zu beachtende Faktoren bei Innenverkleidungen:

  • Aus Sicht der Brandschutzanforderungen eignet sich Sperrholz besonders für Innenverkleidung von kleinen Wohnhäusern (Brandklasse P3). In den meisten Fällen kann es auch für die Innenverkleidung von Wohn-, Büro- und öffentlichen Gebäuden verwendet werden.
  • In trockenen Innenräumen ist die Formveränderung von Sperrholz durch Feuchtigkeit gering. Es wird empfohlen die Säume zwischen den Platten offen zu lassen (1–3 mm) Die Säume können bei Bedarf mit Leisten abgedeckt werden.

Für die Installation von Wandplatten werden folgende Plattenstärken und Stützenabstufungen empfohlen:

  • 6,5–9 mm, bei einer Stützenabstufung von höchstens 300 mm
  • 9–12 mm, bei einer Stützenabstufung von höchstens 600 mm

Bei Deckenverkleidungen betragen die Abstufungen der Befestigungsstützen höchstens 400 mm.

Die Platten werden mit Nägeln einer Länge befestigt, die  der 2,5- bis 3-fach Plattenstärke entspricht.

ANSCHAFFUNG

Im Zusammenhang mit der Bestellung von Sperrholz sollten wenigstens die folgenden Dinge angegeben werden:

  • der Verwendungszweck
  • die nominelle Stärke (mm)
  • die Plattengröße (mm x mm)  Maß in Faserrichtung steht vorne
  • der Sperrholztyp (z.B. combi)
  • die Qualitäten beider Oberflächen (z.B. S/WG = II/IV)  Qualität der  sichtbaren Oberfläche wird zuerst angegeben

Sperrholz kann auch zugeschnitten, perforiert und anders weiterverarbeitet bestellt werden.

LAGERUNG

Die Platten werden während der Lagerung vor Feuchtigkeit, Verschmutzung, Sonnenlicht, Bodenberührung, Beschädigungen und Kratzer geschützt. Sie werden auf ihrer Breitseite liegend auf einer geraden Unterlage gelagert. Bei Bedarf werden unter die Platten Holzbalken, in einem Abstand von 0,5 m zueinander, untergelegt. Die Platten sollten nicht aufrecht gelagert werden. Die Stahlbänder um den Plattenstapel müssen entfernt werden, wenn Sperrholz in feuchten Räumen gelagert wird. Der Plattenstapel wird mit einer Schutzplatte abgedeckt. Die Lagerungsverhältnisse sollten den endgültigen Nutzungsverhältnissen möglichst gut entsprechen. Sperrholz muss vor seiner Befestigung 3–8 Tage bei Feuchtigekeits- und Wärmeverhältnissen, die den endgültigen Verhältnissen möglichst gut entsprechen, gelüftet werden.

BEARBEITUNG

Die Formveränderung von Sperrholz durch Feuchtigkeit beträgt 1 mm/ 1m und sie muss bei der Installation berücksichtigt werden.

Sägen

Sie können z.B. mit einer Tisch- oder Handkreissäge gesägt werden. Kleine Sägearbeiten können auch mit einer herkömmlichen Handsäge realisiert werden. Die Platten können mit einer Stichsäge in Form geschnitten werden. Wenn eine Platte in Bewegungsrichtung des Sägeblatts gesägt werden soll, wird sie so platziert, dass die durch das Sägen (besonders, wenn quer durch die Fasern der Oberflächen gesägt wird) verursachte Ausfransung des Oberflächenfurniers sich auf die später verdeckte Rückseite beschränkt. Z.B. bei der Verwendung einer Handkreissäge wird aus diesem Grund empfohlen die Platte mit der sichtbar bleibenden Fläche nach unten zu sägen. 

Lochung

Sperrholzplatten für Innenverkleidung können bei Bedarf auch vorgelocht bestellt werden. Gelochte  Platten werden gewöhnlich wegen der Akustik oder des Aussehens gewählt. Die Platten werden maschinell gelocht und bei der Bestellung sollte neben den oben genannten Dingen auch die Größe der Löcher und der Abstand zwischen ihnen angegeben werden. Die Der Lochdurchmesser kann  z.B.  6, 8, 10, 12... mm und der Lochabstand z.B. 16, 32, 64... mm betragen. Manche Lieferanten können bestimmte Standardgrößen und -abstände haben, weswegen die Lochungsalternativen vor der Bestellung geklärt werden müssen.

BIEGEN

Aus Sperrholz können auch gebogene Flächen geschaffen werden. Hierfür eignet sich dünnes, am liebsten unter 10 mm starkes, Sperrholz. Der kleinste empfohlene Biegeradius liegt bei etwas unter einem Meter, wenn das Biegen quer zur Richtung der Fasern der Oberflächenfurniere erfolgt und die Stärke der Platte höchstens 9 mm beträgt. Man muss beachten, dass ein kleiner Biegeradius leicht Haarrisse in der Oberfläche der Platte verursacht. Gebogene Platten werden immer mit Schrauben befestigt.

Die kleinsten Biegungsradien für Sperrholz. Wasser- oder Dampfbehandlung erleichtert das Biegen des Sperrholzes. Mischsperrholz mit Birkenfurnieroberfläche.

Nominelle Stärke mm

Biegung parallel zu den Fasern der Oberflächenfurniere

Biegung quer zu den Fasern der Oberflächenfurniere

6,5

850

650

9

1150

950

12

1150

1250

BEFESTIGUNG

Nägel, die für die Befestigung von Sperrholzplatten verwendet werden, müssen wenigstens dreimal so Lang sein, wie die Spanplatte stark ist (jedoch nicht unter 30 mm), und Schrauben für diesen Zweck wenigstens zweieinhalb mal so Lang (jedoch nicht unter 25 mm). Für das Annageln werden profilierte Nägel, und für die Befestigung von Dachunterkonstruktionen feuerverzinkte Schrauben oder Nägel, empfohlen.

Der Abstand der Befestigungen an allen Rändern der Platte soll etwa 150 mm und in der Plattenmitte etwa 300 mm betragen. Nicht sichtbare Halterungen werden an Sperrholzplatten, in rund 10 mm Abstand vom , befestigt. Sichtbare Halterungen befinden sich bei Sperrholzplatten wenigstens 10 mm vom Plattenrand entfernt, bilden eine gerade Linie und sind auf beiden Seiten der Säume auf gleicher Höhe.

Wenn Sperrholz (üblicherweise Nadelsperrholz mit Nut-Feder-Verbindung) als Teil von Rahmenkonstruktionen verwendet wird, werden nebeneinander sitzende Platten so Installiert, dass ihre Säume keine Kreuzmuster bilden.

OBERFLÄCHENBEHANDLUNG

Unbeschichtetes Sperrholz (mit Furnieroberfläche) kann mit herkömmlichen für Holzverkleidungen vorgesehenen Lackprodukten behandelt werden. Die Grundierung muss besonders sorgfältig realisiert werden, um Oberflächenrisse zu verhindern. Der sicherste Weg diese Risse zu vermeiden ist, mit Epoxy-Lack vorgrundiertes oder mit Grundierungspapier beschichtetes Sperrholz zu verwenden. Es wird empfohlen beschichtetes Sperrholz zweimal mit Epoy-Lack zu grundieren und einmal mit Polyurethanlack zu streichen.

Weil es große Unterschiede zwischen Oberflächenbehandlungsprodukten von verschiedenen Herstellern gibt, sollte die Eignung für Sperrholzoberflächen immer anhand der Anleitungen des Herstellers überprüft werden.

Die Oberflächenbehandlung von Innenverkleidungsplatten ist hauptsächlich von ästhetischer Bedeutung. Deckende Lackierung, das Firnissen, die Beizung und andere entsprechende Behandlungen geben Sperrholz die gewünschte Farbe. Farblose Lackierungen hingegen geben den gewünschten Glanz. Darüber hinaus erleichtert die Oberflächenbehandlung das Säubern von Sperrholzverkleidungen.

In Innenräumen eignen sich z.B. die folgenden Methoden  für die Oberflächenbehandlung von Sperrholz:

  • das Wachsen (mit oder ohne Farbe)
  • die Lackierung (mit farbiger oder farbloser Beize)
  • das Streichen (alle üblichsten Produkte für Holzflächen in Innenräumen)

Vor der Behandlung wird empfohlen die Oberfläche leicht zu schleifen (besonders im Zusammenhang mit Wachsen). In trockenen Innenräumen kann auch nicht Oberflächenbehandeltes Sperrholz verwendete werden. Besonders Deckenverkleidungen erfordern aus technischer Sicht nicht unbedingt eine Oberflächenbehandlung. Es muss jedoch beachtete werden, dass die UV-Strahlung des Sonnenlichts die Oberflächenfurniere langsam dunkeln lässt. Dies kann zu einem gewissen Grad mit einem Lack verhindert werden, der UV-Schutzmittel enthält. Andererseits kann schon die Lackierung alleine die Farbe der Oberflächenfurniere (üblicherweise Richtung Gelb) verändern. Dies kann dadurch verhindert werden, dass Lack mit ein wenig weißem Pigment verwendet wird.  Die erwähnten Farbveränderungen und ihre Stärke variieren je nach der Holzart der Oberflächenfurnieren.

WIEDERVERVENDUNG UND ENSORGUNG VON SPERRHOLZ

Wiederverwendung

Wenn die Platten unbeschädigt und trocken sind, und der Leim der Furniersäume noch hält, können Sperrholzplatten nach einer Beurteilung von Fall zu Fall wiederverwendet werden. Wiederverwendung ist auch die empfehlenswerteste Form der Entsorgung von Sperrholzprodukten.

Verbrennung

Kleine Mengen an unbeschichtetem oder filmbeschichtetem Sperrholz kann durch Verbrennung, zusammen mit anderem Holz, entsorgt werden. Die Temperatur muss so hoch sein, dass das Sperrholz möglichst vollständig verbrennt.

Kompostierung

Standardsperrholz und auch das meiste Spezialsperrholz kann auch kompostiert werden. Mit Sperrholzabfall vermischte Hackspäne treiben die Kompostierung an. Große Mengen an Sperrholzabfall sollten an eine Deponie geliefert werden.

VERWENDUNGSZWECKE VON SPERRHOLZ

Bauen

  • Dachunterkonstruktionen
  • Unterbodenplatten
  • Platten zur Versteifung von Wänden und tragenden Strukturen
  • Innenverkleidung
  • Balkonböden
  • Gerüstböden
  • Betonformen
  • Baustellenzäune

Bauindustrie

Mittelstege  von Balken

Unterkonstruktionen von Parkett

Einbaumöbel

Transportmittel

  • Container
  • Anhänger
  • Innenräume von Lieferwagen
  • Eisenbahnwagen

Schiffbau

  • Verkleidungen von Frachtschiffen
  • Fahrzeugdecks
  • Lukenabdeckungen
  • Innenräume

Andere Anwendungen

  • Einzelmöbel, Tischlerindustrie- und Kleingegenstände
  • Einrichtungen für die Nahrungsmittelindustrie
  • Verpackungen
  • Verkehrszeichen und Werbetafeln
  • Tribünenkonstruktionen
  • Messestände
  • Eishockey-Spielfelder
  • Lautsprechergehäuse