Kohlenstoff bleibt in Holzkonstruktionen lange erhalten

Kohlenstoff bleibt in Holzkonstruktionen lange erhalten

Bei der Herstellung von Gebäudeteilen aus Holz bleibt der im Holz vorkommende Kohlenstoff in den Holzkonstruktionen gespeichert, so dass diese zu langfristigen Kohlenstofflagern werden. Ein durchschnittliches finnisches Einfamilienhaus aus Holz bindet in den Holzkonstruktionen etwa 30 Tonnen Kohlendioxid aus der Luft. Dies entspricht den Kohlendioxidemissionen von einem Durchschnittsautofahrer in 10 Jahren.  Der Kohlenstoff bleibt im Optimalfall Hunderte von Jahren in den Konstruktionen erhalten.

Die Kohlendioxidemission, die bei der Herstellung von Holzprodukten entsteht ist verhältnismäßig gering. Die Menge des im Holz gespeicherten Kohlendioxids ist um ein Vielfaches größer als die Emissionen. Wenn Holzprodukte nach der Verwendung energetisch wiederverwertet werden, verursachen sie allenfalls so viele Kohlendioxidemissionen wie im Holz während des Wachstums gespeichert worden ist.

Die Verwendung von Holz trägt zur Verminderung der Kohlendioxidemissionen auch in solchen Fällen bei, wo durch Holzprodukte solche Produkte ersetzt werden, die bei der Herstellung Kohlendioxidemissionen verursachen. Wenn andere Produkte durch Holzprodukte ersetzt werden, ist die Wirkung bei der Verringerung der Kohlendioxidemissionen oft sogar stärker als die Wirkung von Holz als Kohlenstoffspeicher. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Holz ein leichtes Material ist und dass durch Holz oft viel schwerere Materialien ersetzt werden, die mehr Emissionen verursachen.

 

Wenn ein Quadratmeter Wand aus Holz gebaut wird, entsteht ein 52 kg schwerer Kohlendioxidspeicher. Wenn mit einer Holzwand eine entsprechende Betonwand ersetzt wird, wird zusätzlich eine Kohlenstoffdioxidemission von 110 kg verhindert, die bei der Betonwandherstellung entstehen würde. 

 

Kohlendioxidemissionen bei der Herstellung von Baumaterialien. (Quelle: RT-Umweltdeklarationen der Rakennustieto-Organisation).