Die Verbrennungstechnischen Eigenschaften von Holz

Die Verbrennungstechnischen Eigenschaften von Holz

Wenn die Temperatur von Holz auf 100°C steigt, beginnt das in ihm enthaltene nicht chemisch gebundene Wasser zu verdampfen. Die thermische Erweichung von trockenem Holz beginnt bei etwa 180°C und erreicht ihr Maximum bei 320–380°C. Dabei beginnen die Verbindungen zwischen dem Lignin, der Cellulose und der Hemicellulose im Holz sich zu lösen. Die Erweichung von feuchtem Holz kann schon ab 100°C beginnen.

Die Zündtemperatur von Holz ist davon abhängig, wie lange es der Hitze ausgesetzt ist. Üblicherweise entzündet sich Holz sich bei 250–300 °C. Danach verkohlt es mit einer Geschwindigkeit von etwa 0,8 mm pro Minute. Das Feuer breitet sich in Massivholz langsam aus, denn die entstandene Kohlenschicht schützt das Holz gegen Feuer und verlangsamt den Temperaturanstieg im Holzinneren und die Ausbreitung des Feuers. Bei einer Entfernung von nur 15 mm von der Verkohlungsgrenze liegt die Temperatur des Holzes schon unter 100°C. Diese Eigenschaft wird zum Beispiel bei der Bemessung von tragenden Konstruktionen genutzt.

Bei Brettschichtholz ist die Verkohlungsgeschwindigkeit niedriger, nur 0,7 mm/min. Holz entzündet sich schlechter, je dichter, feuchter und stärker es ist. Scharfe Kanten, raue Oberflächen, Brüche und Risse im Holz verstärken die Wirkungen des Feuers.