Sperrholz beim Bauen ist immer stärker im Kommen

Sperrholz beim Bauen ist immer stärker im Kommen

Das Wiedererstarken der Wirtschaft in Europa sieht man als steigenden Wachstumsfaktor für den Sperrholzverbrauch. Laut Mika Sillanpää, dem Leiter des Bereichs Sperrholz von UPM, muss man darauf vorbereitet sein, dass der Sperrholzmarkt mit dem europäischen Wirtschaftswachstum Fahrt aufnimmt. Mehr als 90 Prozent der Produktion von UPM Plywood geht in den Export.

„Da das Bauen von neuen Objekten so lange stagniert hat, bedeutet auch das Wachstum des Neubaus ein Wachstum des Sperrholzverbrauchs. Was Markt für Endverbraucher betrifft, wacht Europa gerade auf. Dies sieht man auch daran, dass die Wirtschaft in Spanien nach den letzten trüben Jahren vor einem neuen Beginn steht. Auch in Großbritannien geht es der Wirtschaft gut, in Deutschland mäßig, aber in Frankreich lässt der wirtschaftliche Aufstieg noch auf sich warten“, schätzt Herr Sillanpää.

„Obwohl die Bauvolumen im ganzen Europa niedrig waren, ist der Sperrholzbereich nicht so abhängig vom Neubau wie das Schnittholz. Sanierungsbauten werden ständig durchgeführt und somit gibt es auch eine ständige Nachfrage nach Sperrholz.“

Herr Sillanpää weist darauf hin, dass der Sperrholzbereich von UPM seinen Export trotz des Rückgangs des Bauens in Europa gesteigert hat. „Das Wachstum basiert auf qualitativen Produkten, auf Liefersicherheit betonenden Service und auf Kunden mit anspruchsvollen Bauobjekten, die Wert auf Service und Qualität legen. Auf dem Markt der billigsten Endprodukte wird Finnland  bei der Sperrholzherstellung nicht mithalten, sondern die gesamte Holzindustrie muss sich auf Qualität und Service spezialisieren.“ 

Sperrholz wird bzgl. der Qualität und Produkten für den Endverbraucher in Low-, Mid- und High-End-Produkte unterteilt. Auf dem Markt der Produkte mit niedrigster Qualität ist UPM gar nicht tätig. Einige der Produkte von UPM gehören zu der mittleren Kategorie, aber hauptsächlich konzentriert sie sich auf die qualitativen Endprodukte. „Wir konzentrieren uns auf ausgewählte Bereiche für den Endverbraucher und wollen unser Knowhow auf diesem Gebiet erhöhen und dabei die Besten sein“, betont Herr Sillanpää.

Starkes Wachstum in der Transportbranche zu erwarten

Der Bereich Sperrholz von UPM hat drei Endverbrauchsobjekte: das Bauwesen, die Böden der Transportfahrzeuge sowie die LNG-Tanker. Darüber hinaus wird Sperrholz für die Möbelindustrie, und den Einrichtungs- und Parkettbau hergestellt. „Die Gemeinsamkeit der Objekte für den Endverbraucher ist es, dass in diesen Bereichen hochwertiges, zur teuersten Preiskategorie gehörendes Sperrholz verwendet wird“, fasst Herr Sillanpää zusammen.

Die Sperrholzprodukte für das Bauwesen werden als Standardprodukte an die Vertriebskette verkauft und die Spezialprodukte an die Industrie wie z. B. Hersteller von LKW-Anhänger. „Unsere Kunden sind die größten Hersteller der Branche. Obwohl die europäische Baubranche nach wie vor in Schwierigkeiten steckt, erwartet man in der Logistikbranche ein Wachstum. Nach dem Bauen sind die wichtigsten Produkte für die Endverbraucher die LKW-Böden und danach die LNG-Tanker.“

Das Bauen von LNG-Flüssiggastanker ist für UPM ein stabiler und starker Geschäftsbereich, dessen Erfolg sich vor allem auf der Isolierungseigenschaft unter sehr kalten Bedingungen von Birkenfurniersperrholz begründet. Beim Transport von Gas herrscht im Tanker eine Temperatur von −164 °C, und auch in dieser Kälte behält das Birkenfurniersperrholz sehr gut seine Festigkeit.

„Die LNG-Tanker sind groß und für deren Bau werden große Mengen an Sperrholz benötigt. Für einen Tanker braucht man zwischen ein- und dreitausend Kubikmeter Sperrholz je nach Isolierungstechnologie. Dieser Businessbereich ist im Wachstum und die Zukunft bietet gute Aussichten“, fasst Herr Sillanpää zusammen.

Die steigende Bedeutung der ökoloschen Werte beim Bauen ist auch auf dem Sperrholzmarkt zu spüren. Das Sperrholz basiert auf erneuerbarem Material und ist deutlich leichter als Stahl. „Vor allem für die Bedürfnisse der Transportindustrie hat diese Leichtigkeit eine große Bedeutung. In den großen Märkten in Europa, USA und China wird immer noch viel Stahl in der Transportindustrie verwendet, sodass wir dort großes Wachstumspotenzial haben“, sagt er.

Finnland hat laut Herrn Sillanpää einen guten Ruf als Lieferant und Exporteur von Holzprodukten. „Wir verwenden bei der Holzverarbeitung zertifiziertes Holz und bei der Produktion gibt es keine ethischen Probleme.“

UPM wird für die Sperrholzproduktion der Produktionseinheit Otepää in Estland 40 Millionen investieren, wodurch sich die Kapazität des Werkes verdoppeln wird.

Artikkelipalvelu Markku Laukkanen

Weitere Informationen: Mika Sillanpää, +358-20-415113, mika.sillanpaa@upm.com