Minister Tiilikainen: Der Holzbau muss als Teil der europaweiten Klimapolitik gefördert werden

Minister Tiilikainen: Der Holzbau muss als Teil der europaweiten Klimapolitik gefördert werden

Laut dem Minister für Landwirtschaft, Forst und Umwelt Kimmo Tiilikainen, der für Wohnungsangelegenheiten zuständig ist, müsste der Holzbau aufgrund der Klimaziele europaweit gefördert werden. „Dies würde eine große Rolle spielen – sowohl bei den Klimazielen als auch beim Holzbau. Holz bindet als erneuerbares Material Kohlendioxid und dies hat positiven Einfluss auf den CO²-Fußabdruck während des Lebenszyklus eines Gebäudes.“

„Dies ist etwas Gutes, was zwar anerkannt aber nicht wirklich begriffen wird. Die Baumaterialien müssten in die Klimaziele mit einbezogen werden und sie sollten bei den EU-Entscheidungen eine gewichtigere Bedeutung haben“, wünscht sich Herr Tiilikainen. Als gutes Beispiel erwähnt Herr Tiilikainen das in Finnland umzusetzende Projekt der Gemeinden, in dem die Gemeinde sich verpflichten, kohlenstoffarme Lösungen auch beim Bauen zu verwenden um ein positives Image zu erzielen.

Steigende Exporte des Holzbaus und der Holzprodukte als Ziel

Minister Tiilikainen wünscht sich, dass die Zunahme des Holzbaus die Anwendung von Schnittholz erhöht und die Exportaussichten der Holzerzeugnisse verbessert. „Das wichtigste ist, dass der Holzbau zunimmt, das Knowhow verstärkt wird und Finnland mit neuen innovativen Produkten des Holzbaus Exportmärkte erobert, da der Export eine positive Auswirkung auf verschiedene Beschäftigungsfelder hat.“

Herr Tiilikainen sieht die Fortsetzung des Förderprogramms des Holzbaus auch in der aktuellen Regierungsperiode als notwendige Maßnahme.  „Der Bedarf an diesem Förderungsprogramm ist durch die guten Ergebnisse und positiven Auswirkungen noch mehr gestiegen. Wir haben die für den Holzbau gesetzten Ziele erreicht, aber es gibt vor allem im Bereich der Exportmärkte der Holzproduktbranche noch viel zu tun. Finnland sollte sich nicht als Exportland von purem Holz zufrieden geben, sondern es sollte versuchen, weiterverarbeitende Produkte der Holzproduktindustrie zu exportieren.“

„Für den Zugang zu den Exportmärkten ist es notwendig, dass wir zuerst in unserer Heimat Erfahrungen und Knowhow beim industriellen Holzbau sammeln, damit wir stark und wettbewerbsfähig in den Exportmärkten auftreten können, betont Herr Tiilikainen.“

Gute Gründe für die Regierung den Holzbau zu fördern

Die Förderung des Holzbaus ist in der Bioökonomie-Strategie der Regierung verankert, deren Ziel ist, Finnland zum Spitzenland von sauberen Lösungen der Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft zu machen. Ziel ist es, die Anwendung von Holz im industriellen Gebrauch und in der Energieerzeugung um 15 Mio. Kubikmeter zu erhöhen.

Laut Herrn Tiilikainen gibt es auch deshalb Bedarf für die Förderung von Holzbau, weil die Zunahme des Holzbaus wichtig für die steigende Nutzung von Rohholz ist. „Der Holzbau muss als Teil der Bioökonomie-Strategie und vielfältige Holznutzung gesehen werden. Da es für die Produkte und die Baukomponenten der Holzproduktbranche Exportmärkte gibt, hat die Regierung gute Gründe den Holzbau und die Holzproduktindustrie mit ihrem Förderprogramm zu unterstützten, betont Minister Tiilikainen.

Holz für den Städtebau

Den Bau von mehrgeschossigen Holzhäusern ist für Herr Tiilikainen ein gutes Beispiel dafür, welche enorme Möglichkeiten der Holzbau bietet. „Am schnellsten kann die Nutzung von Holz gerade beim Städtebau erhöht werden. Auch für die aktuell bevorstehenden Sanierungsarbeiten in den Vororten bieten Holzelement-Konstruktionen gute und preiswerte Lösungen. Da die Türen für die Holznutzung auch beim Neubau offen stehen, sollte die Rolle von Holz auch bei Grundsanierungen und im Ergänzungsbau in Erwägung gezogen werden.“

Eines der wichtigsten Projekte der Regierung ist es mehr Wohnungen in der Hauptstadtregion von Helsinki zu schaffen, was teilweise durch den Neubau und teilweise durch den Ergänzungsbau in den bereits bebauten Gebieten erfolgen soll. „Bei einer Grundsanierung können in einem alten mehrgeschossigen Haus neue Stockwerke gebaut werden, wodurch die Wohnungsgesellschaft durch den Verkauf der neuen Wohnungen Einnahmen erzielt. Gleichzeitig wird die Optik des alten Gebäudes sowie das ganze Wohnmilieu positiv verändert. Zudem kann beim Sanierungs- und Ergänzungsbau die bereits bestehende Infrastruktur genutzt werden.“

Holz als gleichwertiges Material neben anderen Baumaterialien

Herr Tiilikainen betont, dass die Abschaffung von Bestimmungen notwendig für die Beschleunigung des Holzbaus ist. „Wir fördern den Holzbau u. a. dadurch, dass wir die unnötigen Bestimmungen abschaffen. Diese Vorbereitungsarbeit ist bereits im Gange. Aktuell wird die Anwendung von Holz durch Bauvorschriften eingeschränkt. Ein preislich angemessener Wohnungsbau ist nur dadurch möglich, dass der Holzbau auf das gleiche Niveau gesetzt wird wie das Bauen mit anderen Materialien.

Ich habe festgestellt, dass die Vertreter anderer Baumaterialien die Förderung von Holznutzung nicht gerade gut heißen. Dies ist jedoch unnötig, da bei jeglichem Bauen alle unterschiedlichen Materialien benötigt werden. Zudem hat die Zunahme der Holznutzung auch positive Auswirkungen außerhalb des Bauens wie zum Beispiel auf die steigende Nutzung von Schnittholz und auf einen geringeren CO²-Ausstoss, sagt Minister Tiilikainen.

Artikkelipalvelu Markku Laukkanen
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