Die Verwendung von Holz in Krankenhäusern fördert den Heilungsprozess

Die Verwendung von Holz in Krankenhäusern fördert den Heilungsprozess

In Krankenhäusern wird Holz als Baumaterial immer beliebter, da Holz den Heilungsprozess fördert, Stress vermindert und positive Auswirkungen auf den Gemütszustand des Menschen hat. So wird beispielsweise bei der Planungsphase des Bauprojektes von Kajaani's Krankenhaus die Verwendung von Holz stark miteinbezogen. Laut Ph. D. Marjut Wallenius, die als Dozentin an der Universität Tampere tätig ist, fördert die Verwendung von Holz in betreuten Wohnheimen und Kranhäusern die Gesundheit und das Wohlbefinden von Körper und Geist. „Für die Architekten und Tragwerkplaner möchte ich die Herausforderung und den Wunsch aussprechen, Holz in Innenräumen sichtbar zu lassen“, sagt Dr. Wallenius.

 

In Krankenhäusern wird Holz als Baumaterial immer beliebter, da Holz den Heilungsprozess fördert, Stress vermindert und positive Auswirkungen auf den Gemütszustand des Menschen hat. So wird beispielsweise bei der Planungsphase des Bauprojektes von Kajaani's Krankenhaus die Verwendung von Holz stark miteinbezogen. Laut Ph. D. Marjut Wallenius, die als Dozentin an der Universität Tampere tätig ist, fördert die Verwendung von Holz in betreuten Wohnheimen und Kranhäusern die Gesundheit und das Wohlbefinden von Körper und Geist. „Für die Architekten und Tragwerkplaner möchte ich die Herausforderung und den Wunsch aussprechen, Holz in Innenräumen sichtbar zu lassen“, sagt Dr. Wallenius.

Wie Menschen Materialien empfinden ist durch verschiedene Umfragen untersucht worden, bei denen die Teilnehmer ihre eigenen Empfindungen anhand verschiedener Skalen bewertet haben.  Mit Hilfe solcher Umfragen ist auch erforscht worden, welche Auswirkungen Holz auf das Verhalten des Menschen hat. Bei einer in einem betreuten Wohnhaus durchgeführte Studie zeigte sich, dass die Verwendung von Holz in Innenräumen sich positiv auf das Verhalten der Senioren auswirkte. „Holz hat einen psychologischen Einfluss auf den Menschen und es vermindert Stress in ähnlicher Weise wie es die Natur kann“, beschreibt Dr. Wallenius.

„Holz brachte mehr Harmonie und Wohnlichkeit in die Räume“, sagt sie und berichtet von den interessanten und auch unerwarteten Beobachtungen als in einem Wohnheim Holzmaterialien in Gebrauch genommen wurden (beispielsweise Holztabletts in der Kantine): Die Interaktionen der Senioren sowie die Wahrnehmung der Umgebung nahmen nach Einschätzung der Mitarbeitern zu.

In Japan hat man ebenfalls positive Erfahrungen mit der Verwendung von Holzkonstruktionen in Neurokliniken gesammelt. „Solche Verhaltensstudien werden noch häufiger benötigt, damit hilfreiche Lösungen für die Behandlung von z. B. Gedächtniskrankheiten von Senioren gefunden werden können“, sagt Dr. Wallenius.

Positive Wirkung auf die Qualität der Raumluft

In Japan hat man festgestellt, dass Langzeitpatienten eine entspannte und beruhigende Umgebung benötigen, was wiederum eine positive Auswirkung auf den Gemütszustand und die Genesung hat.  Es wurde zudem beobachtet, dass durch die Anwendung von Massivholz in Innenräumen der Krankhäuser eine optimale Luftfeuchtigkeit erreicht werden kann, die sich vor allem für Allergiker und Asthmapatienten positiv auswirkt.

„Obwohl die Studien noch nicht ausreichend systematisch und umfangreich sind, beweisen bereits die bisherigen Beobachtungen, dass Holz in Gebäudeinnenräumen sowohl positive psychologische als auch physiologische Auswirkungen hat“, setzt Dr. Wallenius fort. Holz kann als Gesundheit und Erholung förderndes Material betrachtet werden, obwohl man noch nicht genau weiß, worauf alle seine positiven Auswirkungen basieren.

Hospiz Djursland, Rönde, Dänemark
C.F.Möller Architects 2008

Das Hospiz Djursland ist ein harmonisches Zusammenspiel von Natur und der bebauten Umgebung. Bei der Planung wurde großer Wert auf die gemütliche Wohnatmosphäre und Naturnähe gelegt. Das Hospiz bietet Räumlichkeiten für 15 Patienten und jedes Zimmer ermöglicht einen Ausblick auf die umgebende Landschaft und aufs Meer. Als Material wurde hauptsächlich Eiche und Kupfer verwendet, deren Patina eine respektvolle, erlebnisvolle und schöne Stimmung schafft.

Mehr Fotos unter http://www.cfmoller.com/p/Hospice-Djursland-i2176.html

Das Ausnutzen der gesundheitsfördernden Auswirkungen bei der Krankenhausplanung

Gesundheitsfördernde Auswirkungen von Holz in der Krankenhausumgebung sind häufig u. a. in Norwegen, Kanada, Japan, Österreich und Dänemark erforscht worden. In einer Studie vom Norsk Treteknisk Institut wurde am meisten Harmonie in einem Patientenzimmer empfunden, in dem eine Wand mit einem Fenster ausgestattet und eine andere Wand mit Holzpaneelen verkleidet war. Die Verwendung von Holz wird besonders in solchen Räumen empfohlen, in denen Menschen sich für längere Zeiten aufhalten wie z. B. in Arbeitsräumen, Krankenhäusern, Wartezimmern, Schulen und Kindergärten.

Die Fachhochschule Kymenlaakso hat vor kurzem im Rahmen ihres RED with Wood -Projektes mit dem neuen Krankenhaus von Kainuu eine Zusammenarbeit in Form einer Abschlussarbeit vereinbart. Es wurde auch erste Gespräche darüber geführt, das während dieses Projektes entstehende Know-How für die Planung des neuen Kinderkrankenhauses im Krankenhausbezirk Helsinki und Uusimaa (HUS) zu „verschenken“.

Das in der Planungsphase stehende Bauprojekt des neuen Krankenhaus von Kainuu wird ein von den ersten restorativen d. h. umwelterhaltende Bauobjekten in Finnland sein, bei dem die gesundheitsfördernde Wirkung von Holz genutzt wird. Die Stadt Kuhmo hat bei der Stellungsnahmerunde der einzelnen Kommunen folgende Voraussetzung gefordert: das Holz für die Konstruktionen und Inneneinrichtung sollte aus der Kainuu-Region stammen. Der Baubeginn ist für 2015 geplant.

Akershus Universitätsklinik, Norwegen
C.F.Möller Architects

Die Stationen der Universitätsklinik von Akershus sind individuell und ihre Formen, Materialien und Farben unterscheiden sich klar von einander. Das Ziel des Architekturbüros war, möglichst viel Tageslicht sowie die umgebende Natur in den Innenräumen zu bringen. Der Haupteingang ist eine Kombination von großen Glaswänden und Holz.

Die Universität Akershus hat über 8.400 Mitarbeiter und verfügt Krankenbetten für über 500 Patienten.

Mehr Fotos unter http://www.cfmoller.com/p/Akershus-University-Hospital-i269.html

 

In Schulen mit Holzeinrichtung sind Schüler weniger müde und gestresst

Auch in Schulen hat man die positiven psychophysiologischen Auswirkungen von Holz bereits festgestellt. Dr. Wallenius berichtet über eine Studie: Die mit Herzfrequenz-Variabilität gemessenen Stressausschläge der Schüler, die in einer Massivholzklasse unterrichtet wurden, wurden am Morgen, kurz nach dem Betreten des Klassenzimmers geringer und blieben auf diesem Niveau. In einer herkömmlichen Klasse ohne Holz dagegen hielt der leichte Stresszustand im Körper den ganzen Schultag an.

„Die Stresssymptome der Schüler wie z. B. das Gefühl von Müdigkeit und Antriebslosigkeit waren entsprechend in einem Klassenzimmer mit Holzeinrichtung geringer als in gewöhnlichen Klassenzimmern.“

Dr. Wallenius erklärt, dass die vorteilhafte Wirkung von Holz durch Holzimitate nicht erreicht werden kann. „Die Schlafqualität sowie die Erholung nach Stresssituationen waren, durch physiologische Messungen bewiesen, in einem Schlafzimmer mit Holzeinrichtung besser als in einem mit Holzimitaten.“

Holz in Innenräumen scheint sogar Einfluss sogar auf die soziale Wahrnehmung und das soziale Verhalten zu haben. „Wenn Holz in Büroräumen verwendet wurde, empfanden die Besucher die Mitarbeiter dort freundlicher, fachkundiger, erfolgreicher, ehrlicher, verantwortungsvoller und kreativer als in Räumlichkeiten ohne Holz“, beschreibt sie.

Artikkelipalvelu Markku Laukkanen

Mehr Informationen: Marjut Wallenius, +358 50 327 9968, marjut.wallenius@uta.fi